Wahlen in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya

von Dr. Clemens Dillmann
Wahlen in der Samtgemeinde

Zuerst einmal Glückwunsch an die Menschen, die diese Wahl organisiert und durchgeführt haben. Der Empfang in den Wahllokalen, die Kontrolle der Unterlagen und evtl. notwendige Hilfestellungen waren nett und kompetent. Als dann aber auch die Ergebnisse schon so zügig direkt nach der Wahl bekannt gegeben wurden, war ich wirklich beeindruckt.

Bürgermeisterwahl

Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl war einerseits keine große Überraschung. Eigentlich alle rechneten mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem CDU-Kandidaten, Wilhelm Schröder und dem parteilosen Detlef Meyer. Wenn es eine Überraschung gab, dann die, dass Meyer nur gerade mal 200 Stimmen fehlten um die Sache schon im ersten Wahlgang zu entscheiden. Knapp 47% der Stimmen waren für ihn abgegeben worden, Schröder kam nur auf 25%.
Dennoch ist man bei CDU offenbar der festen Überzeugung, dass man in der Stichwahl die Stimmen von Dr. Harries-Lehmann und Sven Bäuerle übernehmen kann.
Detlef Meyer, derzeit noch Verwaltungschef in Heemsen, der beinahe doppelt so viele Stimmen wie sein nächstbester Kontrahend bekam, ist weder enttäuscht noch erleichtert, sondern ruft seine Wähler schlicht dazu auf, auch bei der Stichwahl wählen zu gehen und nicht darauf zu vertrauen, dass der Vorsprung schon reichen werde.

Alle Kandidaten zeigten sich unzufrieden mit der Wahlbeteiligung, denn nur knapp die Hälfte der Wahlberechtigten hatte überhaupt ihre Stimme abgegeben.

Während die Kreiszeitung davon spricht, dass die CDU bei den Stimmen vorne liegt, kann man mit der gleichen Berechtigung sagen, dass die CDU deutlich verloren hat. Die Zahl der zu vergebenden Sitze betrug dieses Mal 38, bisher waren es 46 (18 Eystrup und 28 Hoya). Es waren also ca. 17,5% weniger Sitze zu vergeben. Die CDU verlor jedoch mehr als 26% ihrer Sitze (17 statt bisher 23). Die SPD blieb auf ihrem Level mit 13 statt bisher 16 Sitze. Die Grünen und die FDP gewannen einen Sitz hinzu, das Bürgerforum bekam zum ersten Mal einen Sitz und die UWGSH wurde von 4 auf 2 Sitze halbiert.
 
 

Bisherige Sitzverteilung

Sitzverteilung 2010
 

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